Flyervorlage – gerne ausdrucken und verteilen!

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Kommunikation zw. SoliLa und Wohnfonds

Mail des stellvertretenden Geschäftsführers des Wohnfonds Wien, Dieter Groschopf  (6.5.)

Sehr geehrte Damen und Herren,
der wohnfonds_wien, Fonds für Wohnbau und Stadterneuerung ist Eigentümer der Liegen-schaft 1210 Wien, Drygalskiweg Weiterlesen

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Heute morgen

Bislang ist alles ruhig. Es gibt noch keine Antwort weder vom Stadtrat Ludwig noch vom Wohnfonds. Das heutige Programm findet ihr oben in der Leiste!

Die Kommunikation, die bislang per mail zwischen dem „amorphen Gebilde“ (Betitelung SoliLas) und dem Wohnfonds Wien stattfand, ist im blogeintrag oben dokumentiert.

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Aktuelle Lage

Wir sind nicht geräumt worden, Juhuu!
Wir sind mit dem Wohnfonds in Kontakt und die Räumung ist vorläufig bis morgen Mittag aufgeschoben.
Das Filmscreening beginnt gleich und es gibt leckeres Essen. Heute wurde viel pleniert und gewerkelt.  Der erste Teil des Folientunnels steht, es wurde an der Presseaussendung (hier auf dem Blog zu finden) und am Programm gebastelt, neue Beete angelegt und eine Waschstation errichtet.
Morgen ist auch wieder allerhand los. Kommt vorbei, seid dabei und bringt euch ein !

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Unterstützungserklärung

Zeigt euch solidarisch mit SoliLa und unterzeichnet und verteilt die Unterstützungserklärung!

https://www.openpetition.de/petition/online/solidarisch-landwirtschaften-solila-bleibt

SoliLa bleibt!

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Aufruf

Die seit vier Tagen bestehende Landbesetzung am Drygalskiweg 49 wird seit
Gestern vom Wohnfonds Wien mit einer Räumung bedroht.
Die Besetzer_innen wurden dazu aufgefordert das Grundstück innerhalb von
24 Stunden zu verlassen oder geräumt zu werden, diese Frist verstreicht
Heute (Dienstag 07.05.) um 17 Uhr.
Diese Drohung ist ungeheurlich, da der Wohnfond es bisher konsequent
abgelehnt hat sich an angebotenen Verhandlungen zu beteiligen.
Wir fordern daher die Rücknahme der Räumungsdrohung und die Aufnahme
konstruktiver Gespräche!
Wir fordern die Politik auf hier alle nötigen Schritte zu unternehmen um
einen Dialog zu ermöglichen.


Unterstützt SoliLa! und stattet dem Wohnfonds und dem Büro Vassilakou
einen Besuch ab, schreibt ihnen Mails und ruft sie an. Äußert eure
Empörung über das Verhindern eines jungen Projekts im Donaufeld, das gegen
Verbauung und für Partizipation in Land- und Stadtgestaltungsprozessen
einsteht.

Wohnfonds:
office@wohnfonds.wien.at
01/40359190

Büro Vassilakou (Stadträtin für Stadtentwicklung und Bürger_innenbeteiligung)
M. Vassilakou: 01/4000 81 670
Alexandra Rupp-Ebenspanger: 01/4000 81 690

Darüber hinaus laden wir alle solidarischen und interessierten Menschen
heute ab 12 Uhr ein zum gemeinschaftlichen Gärtnern ein (mit
Seedswap und VoKü).

Um 14 Uhr findet ein Notfalltreffen bezüglich der Räumung statt.

Wir wollen gemeinsam zeigen, dass wir für eine landwirtschaftliche Nutzung
der Fläche sind und gegen eine Versiegelung fruchtbarer Böden.

Darüber hinaus wird Heute Abend ab 19 Uhr auch die Dokumentation "The
Garden" gezeigt werden, diese beschäftigt sich mit den "South Central
Farms" einem Community Garden in Los Angeles und dessen Räumung 2006.
Dazu gibts lecker Gegrilltes!

Kommt alle, bringt eure Freund_innen mit, sowie Schlafsäcke und Popcorn!

Widerstand ist Fruchtbar!

Her mit dem schönen Leben für alle!
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Wohnfonds setzt Ultimatum von 24 Stunden – sonst Räumung

Gerade wurde die Besetzung in einer E-Mail vom Fonds dazu aufgefordert die Fläche in den nächsten 24 Stunden zu verlassen. Sollte dies nicht geschehen würde eine Räumung veranlasst.

 

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Presseaussendung zur Landbesetzung

Land denen, die es bewirtschaften (wollen).

Recht auf Stadt- für eine demokratische Stadtgestaltung.

Wien: Studierende, Aktivist*innen und Landlose beginnen mit dem Aufbau einer solidarischen Stadtlandwirtschaft und nehmen Stadtplanung selbst in die Hand.

Seit Samstag, den 4. Mai, besetzen ca. 100 Landlose, Studierende und Aktivist*innen eine Brachfläche im Donaufeld, Wien Floridsdorf, die dem Wohnfonds Wien gehört.

Hier soll fruchtbares Land, das über Jahrzehnte von kleinen Gärtnereien bewirtschaftet wurde, verbaut werden. Der Aufbau einer lokalen solidarischen Landwirtschaft ist unser Gegenentwurf zur derzeitigen Stadtplanung“, so Jana, landlose Gärtnerin.

Die von den Besetzer*innen gegründete Initiative „Solidarisch Landwirtschaften!“, kurz SoliLa!, kritisiert, dass es gerade in Zeiten von „peak oil“ und „peak soil“ absurd ist, fruchtbares Land immer weiter zu verbauen. Die Landwirtschaft in Wien, wie auch in ländlichen Gebieten, ist zunehmend von zwei Tendenzen betroffen: die Versiegelung von landwirtschaftlichen Flächen sowie Höfesterben und Landkonzentration.

Täglich gehen in Österreich 20 Hektar landwirtschaftliche Fläche unwiederbringlich als Bau- und Verkehrsflächen verloren. Für Wien wird das an dem Verlust von 20% der landwirtschaftlichen Flächen zwischen 1999 und 2010 sichtbar.

Die Zahl der Bäuer_innenhöfe in Wien verringerte sich zwischen 1995 und 2010 drastisch von rund 1.200 auf etwa 550 Höfe. Bei den geschlossenen Höfen handelt es sich zum großen Teil um kleine und mittlere Betriebe: 68% der Höfe hatte weniger als 5 Hektar Fläche.

Europaweit zeigt sich die gleiche Tendenz. Eine kürzlich veröffentlichte Studie1 dokumentiert, dass lediglich 3 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in der EU rund 50% der landwirtschaftlichen Flächen kontrollieren. Diese Landkonzentration wird durch das System der Agrarsubventionen je nach Fläche letztendlich durch staatliche Gelder gefördert und vorangetrieben.

Auch die Wiener Landwirtschaft wird immer weiter Richtung Profitmaximierung gedrängt, in welcher nur noch die wettbewerbsfähigsten Betriebe erhalten werden sollen. Dies wird im agrarstrukturellen Entwicklungsplan festgeschrieben. Während große zusammenhängende landwirtschaftliche Flächen an den Rändern der Stadt für die landwirtschaftliche Nutzung geschützt werden sollen, sind kleinere und nicht zusammenhängende Flächen in zentralerer Lage als Pufferzone für Bauvorhaben vorgesehen. Damit wird letztendlich die Versiegelung von fruchtbaren Böden wie im Donaufeld vorangetrieben. Dieser Entwicklung stellt sich SoliLa! entgegen und zeigt eine Alternative auf..


WOHNPOLITIK OHNE FRUCHTBARE BÖDEN ZU VERSIEGELN

Die Eigentümerin der Fläche ist der Wohnfonds Wien, ehemals „Flächenbereitstellungsfond“. Seine Aufgabe ist es, Flächen anzukaufen um sie für Wohnbauträger bereit zu stellen. Seit 2004 baut die Stadt Wien selbst keine Gemeindewohnungen mehr. Stattdessen wurde zu einer Politik der Subventionierung von Wohnbauträgern übergegangen.

Die Besetzung richtet sich nicht gegen leistbares Wohnen. Ganz im Gegenteil wollen wir die Frage stellen, wie leistbares Wohnen für alle möglich sein kann ohne dabei fruchtbare Böden zu versiegeln. Der steigende Bedarf an Wohnraum steht einem Leerstand von bis zu 80.000 Wohnungen sowie weiteren tausenden Büros gegenüber“, meint Markus, BOKU-Student und Recht auf Stadt-Aktivist.

Parallel zur Spekulation mit Leerstand finden jährlich tausende Delogierungen in Wien statt. Rund 2.600 Haushalte wurden allein im Jahr 2012 zwangsgeräumt. Etwa 1.000 Fälle davon betrafen Gemeindebauwohnungen. „Von einer sozialen Wohnpolitik kann somit nicht mehr gesprochen werden“, so eine Aktivistin.

Profitorientierte Wohnungspolitik hat nicht nur erzwungenen Leerstand zur Folge, sondern auch die Versiegelung landwirtschaftlicher Fläche für immer weitere Bauvorhaben. Aus diesem Grund fordert SoliLa! als Teil des Netzwerks „Recht auf Stadt“ nicht nur Zugang zu Land für jene die es bewirtschaften (wollen), sondern auch Zugang zu leistbarem Wohnraum für alle.

Es braucht demokratische Entscheidungsstrukturen über Stadtplanung. Nachbar*innen und Initiativen wurden in die Stadtentwicklungspläne fürs Donaufeld bisher nicht einbezogen“, so eine Nachbarin.

Die Initiative SoliLa! möchte das besetzte Land als landwirtschaftliche Fläche erhalten und eine bedürfnisorientierte, kleinstrukturierte, nachhaltige Lebensmittelproduktion umsetzen. Die vielen beteiligten Menschen arbeiten seit dem 4.Mai gemeinsam an der nachhaltigen Kultivierung des Bodens und laden Nachbar*innen und Interessierte herzlich dazu ein, mitzuwirken.

Für Recht auf Stadt und Ernährungssouveränität!

Nähere Informationen:

Info- und Pressetelefon: 0681/ 811 900 65

Web: 17april.blogsport.eu

Email: schwarzerettich@riseup.net

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Erste Eindrücke unserer neuen Fläche

Die Fläche zwischen Drygalskiweg und an der Schanze liegt brach. Es sind keine Spuren der Nutzung zu sehen und nach Berichten der Nachbar_innen wird der Grund schon seit Jahren nicht benutzt. Hinter den landwirtschaftlichen Flächen ragen die Wohnbauten herhor, mit denen private Bauträger nach und nach das Donaufeld zubauen. 

Der Eingang zur Besetzung, der Nachbar_innen und Interessierte herzlich einläd hereinzukommen!

Beete im vorderen Teil der Fläche. Hier wachsen Salat, Tomaten, Radiesschen und Sonnenblumen, die zuvor vorgezogen wurden. 

Ein Mangoldbeet.

Der hintere Teil der Fläche im Kontrast zu einer der wenigen verbliebenen Gärtnereien im Donaufeld. Auf diesem Feld wächst Hirtentäschl, ein essbares Beikraut.

Unsere Fläche, im Hintergrund die Türme des Donauzentrums.

Im agrarstrukturellen Entwicklungsplan steht festgeschrieben, dass große, zusammenhängende Landwirtschaftsflächen an den Rändern der Stadt „priority region“ sind, auf denen Industrieller Landbau möglich ist. Diese Flächen sind vorerst von der Verbauung ausgenommen. Kleinere Flächen, die eher im Stadtkern liegen, sollen als Wohnflächenreserve dienen. Diese Kategorisierung der Flächen wird z. B. auch im Donaufeld sichtbar, wo die Flächen augenscheinlich nicht für die kleinteiligere Landwirtschaft erhalten bleiben sollen.

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Ticker für 05.05

11.45: Es wir felißig umgegraben und weitere Beete angelegt.
Das Komostklo ist nun einsatzbereit.
„Zaungespräche“ mit Nachbar*innen und InteressierteWir haben jetzt Internet, juhee !

12.20: Verspätetes Plenum. Und Aufbau : um 14.00 gibts Kaffee und Kuchen für Nachbar*innen und Alle die sonst noch Lust zum plaudern haben. Kommt´s vorbei!

14.37: leckeren Kuchen gibt´s! Crepes, Brennesseltee und Grillerei. In allen Ecken wird herumgewerkelt und  den Besucher*innen werden der Mangold und die Radieschen gezeigt.
Um 18.oo findet das Recht auf Stadt-Treffen statt und  wir freuen uns auf ein kleines feines Konzert von Maja (auch um 18.00).

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