Neuigkeiten vom solidarischen Acker

Der Himmel ist blau, die Sonne strahlt- und wir pflanzen auf dem schönen Solila Feld!

Der Tag allerdings begann nicht so entspannt.

Schon früh Morgens “besuchte” uns der Nachbar, welcher ein prekäres Nutzungsübereinkommen mit dem Wohnfonds Wien für diese Fläche hat. Seit Jahren liegt die Fläche allerdings brach. Laut NachbarInnen nutzt er die Fläche nicht, auser dass er sie höchstens einmal im Jahr mäht. Am Samstag, dem ersten Tag der Besetzung, fanden sich auf der Fläche Glasschutt, zahlreiche Draht und Metallteile, sowie einige Holzhaufen.

Heute morgen um halb sieben fragte uns der Nachbar, wann wir die Fläche verlassen. Als von uns keine eindeutige Reaktion kam, fuhr er mit seinem Auto über unser Salatbeet.

Später kam er mit seinem Traktor wieder, um die Fläche (inklusive Pflanzen, Beete und Zelte) umzugraben. Als wir ihn daran hindern wollten, war er dazu bereit, Menschen zu verletzen. Er hat nicht vor einer Sitzblockade halt gemacht, sondern ist in sie hinein gefahren. Ein Abdrehen des Motors unsereseits und die Dokumentation durch Fotos entschärfte die Situation.

Wir vermuten das diese Aktion des Nachbarn eventuell durch Druck des Wohnfonds ausgelöst wurde, welcher versucht sich seiner Verantwortung zu entziehen.

Wir fordern Verhandlungsbereitschaft seitens des Wohnfonds über eine Landwirtschaftliche Nutzung der Fläche.

Wir bleiben hier bis es zu einer tragbaren Alternative kommt!

Liebe Menschen Groß und Klein kommt herbei, bei Sonnenschein wird es jetzt

um 12:10 Uhr einen Workshop über Polyarmorie geben,

um 14 Uhr ein Foocoop-Workshop und

um 15:30 Uhr ein Blockadetraining der Aktionsakademie

und heute Abend eventuell ein Filmscreening,

kommt zahlreich und bringt eure Schlafsäcke mit, denn morgen früh läuft die erweiterte Frist des Wohnfonds ab.

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Ein Kommentar zu Neuigkeiten vom solidarischen Acker

  1. Wolfhard sagt:

    Wien braucht Felder, Wien hat Dorfcharakter, Wien wird in den nächsten Jahren ein Vorzeigebeispiel für Stadt oasen Stadt Felder, aber nur wenn der Stadt Wien bewusst ist, das dies der wahre Luxus in Zukunft sein wird: Felder die den Beug zur Nahrung und Natur herstellen, Felder die Tradition haben. Bitte liebes Wien seit diesmal nicht schon wieder so unvorausblickend wie damals bei der schliessung alter Kinos.
    Und wie soll ich meinen Kindern erklären, warum Donaufeld mal Donaufeld hiess, wenn dann nur Betonblocks dastehen. Freiraum, Frei Feld, Oasen in Wien, bitte lasst sie so wie sie sind, baut den Stadtrand aus, jedoch auch nur unter Einbezug, von vieler Natur Oasen. Das ist Lebensqualität und nicht ein neuer Beton Block und Multiplex.

    Wolfhard

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