Kommunikation zw. SoliLa und Wohnfonds

Mail des stellvertretenden Geschäftsführers des Wohnfonds Wien, Dieter Groschopf  (6.5.)

Sehr geehrte Damen und Herren,
der wohnfonds_wien, Fonds für Wohnbau und Stadterneuerung ist Eigentümer der Liegen-schaft 1210 Wien, Drygalskiweg Gst.Nr. 667, 668, EZ 1144 und 669/1, 669/3, EZ 1662 KG Leopoldau. Uns ist zur Kenntnis gelangt, dass diese Liegenschaft ohne unsere Zustimmung und gegen unseren Willen „besetzt“ wurde.

Wir erklären hiermit, dass wir dieser Vorgangsweise nicht zustimmen und fordern Sie auf, die Liegenschaft unverzüglich, längstens binnen 24 Stunden, zu räumen.

In diesem Zusammenhang setzen wir Sie in Kenntnis, dass mehrfach AnrainerInnen-beschwerden über Lärmbelästigung durch Trommelwirbel am Abend erfolgt sind und wir informiert wurden, dass auf dem Gelände Hunde frei herumlaufen. Weiters wurde ein verschlossener Brunnen geöffnet und eine „Bio-Toilette“ eingerichtet.

Der wohnfonds-wien, Fonds für Wohnbau und Stadterneuerung behält sich alle rechtlichen Schritte, die erforderlich sind, um diesen rechtswidrigen Zustand zu beenden, vor.

Hochachtungsvoll

GFin DIin Michaela Trojan / stv. GF Dieter Groschopf

wohnfonds_wien

fonds für wohnbau und stadterneuerung

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Offizielle Information an SOLILA, (7.5.)

das Büro Stadtrat Ludwig hat ein Angebot formuliert: unter der Voraussetzung, dass
SOLILA heute das Wohnfonds-Grundstück am Drygalskyweg 49 freiwillig vollständig
räumt gibt es eine Bereitschaft der MA 69/des Ressorts Stadtrat Dr.Ludwig ein Stadt
Wien-Grundstück für ein urbanfarming-o.ä.Projekt zu suchen. Ein solches Grundstück
würde zeitlich befristet (max.3Jahre) und zu marktüblichen Preisen an Solila
verpachtet werden. Wichtig wäre es auch eine Person (jedenfalls eine sehr kleine
konkrete Gruppe bzw z.B.einen Verein )  mit der Verhandlungsführung zu betrauen, da
Verträge nicht mit Großgruppen/"amorphen" Gebilden sinnvoll verhandelt werden
können.

Ich bitte SOLILA dieses Angebot sehr ernst zu nehmen , bis morgen Mittag (8.5.2013
)kann die Räumung aufgeschoben werden , da sonst die Räumung ab morgen Nachmittag
eingeleitet wird. Die Bereitschaft der gemeinsamen Suche nach einem geeigneten
städtischen Grundstück ist eine gute Voraussetzung für eine Realisierungschance für
die gute Idee, Selbstorganisation, bürgerschaftliches Engagement auch im Kontext
Grünräume in einer sich dynamisch entwickelnden Stadt/ökologische und beteiligende
Formen von Lebensmittelproduktion als ganz neue Wege auszuprobieren.

Als Versuch der Vermittlung mit besten Grüssen und der Hoffnung, dass ein
konstruktiver Weg gefunden werden kann, bitte ich um baldiges feedback unbedingt
auch an das Büro Dr.Ludwig

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Antwortmail von SoliLa (7.5.)

Lieber Dr. Ludwig,
Lieber Dieter Groschopf,

Erstmal danke für die Gesprächsbereitschaft.

Gerne sind wir zu Verhandlungen bereit.
Allerdings ist es für ein landwirtschaftliches Projekt wie unserem leider
nicht möglich die Fläche zu verlassen ohne direkt auf eine Ersatzfläche
umzusiedeln, da wir die Pflanzen nicht zwischenlagern können. Der Großteil
der Pflanzen ist bereits eingesetzt, ein Umsetzen wäre sehr aufwändig.
Dazu wären wir natürlich bereit, wenn uns eine konkrete Fläche zur
Verfügung gestellt werden würde.

Zudem sind wir aufgrund der Erfahrungen des letzten Jahres besorgt, die
Verhandlungen könnten zu lange dauern, um in dieser Saison noch sinnvoll
Landwirtschaft betreiben zu können. Darüber hinaus wurden die
Verhandlungen letztes Jahr trotz unserer Bemühungen ohne konkrete Gründe
abrupt abgebrochen. Um nicht noch eine landwirtschaftliche Saison zu
verlieren, bitten wir Sie unser Anliegen zu verstehen.

Da die Fläche frühestens in einem Jahr verbaut werden soll, würden wir
gerne mit Ihnen über die Möglichkeit einer Zwischennutzung der Fläche für
diese Saison sprechen. Gerne auch in Kooperation mit der Person die
derzeit eine prekäre Nutzungsvereinbarung für diese Fläche hat.

Dazu schlagen wir morgen (8.5.) 16 Uhr ein persönliches Treffen vor oder
freuen uns auf einen Terminvorschlag Ihrerseits.

Wir hoffen von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen vom solidarischen Acker

Infotelefon: 0681/ 811 900 65

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Antwortmail an SoliLa! (8.5.)

Liebe Solilas,  mittlerweile ist offiziell eine Räumungsaufforderung
vom Wohnfonds an Euch ergangen.

Es ist ernst und Solila sollte im eigenen Interesse und "für die Sache" sehr schnell
nachdenken und zu einer Entscheidung kommen  und dies entsprechend an Wohnfonds und
Stadtrat Ludwig-Büro kommunizieren.
Die wichtigste Bedingung des  Wohnfonds und der einzige weiterführende Weg wäre:
Solila ist bereit das Grundstück Drygalskyweg 49 sofort zu räumen, d.h. Personen und
widerrechtliche "Einrichtungen" wie Toiletten sowie die Pflanzen (z.B. in Kisten
zwischengelagert )werden sofort entfernt!  Nur, wenn dieser widerrechtliche
Zustandes seitens Solila sofort beseitigt wird, wird von der MA 69 ein Gesprächs-
bzw. Verhandlungsspartner für einen geeigneten anderen Standort genannt,
dann kann es weitergehen.

 


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