Antisexistisch Gemüse anbauen

SoliLa ist eine Gruppe, die Gemüse anbauen will – und dabei die ausbeuterische Produktionsweise, innerhalb derer wir leben und arbeiten, kritisiert. Sie ist aber auch oder gerade deshalb eine Gruppe, die sich mit Herrschaftsstrukturen wie Patriarchat und Sexismus, die sich auf unser Miteinander auswirken, auseinandersetzen möchte, weil ihr diese Auseinandersetzung wichtig in der politischen Arbeit ist. Daher werden solche Themen seit Anfang an bei uns immer wieder diskutiert. Wir befinden uns in einem stetigen Prozess der Auseinandersetzung damit, wie wir dieses Zusammenleben gestalten möchten, das wir uns da vorstellen und das über eine bloße Veränderung von kleinen Zahnradln des Alltags hinausgeht. Z.B. wollen wir uns der Sexismen, die es auch innerhalb der Szene und den Gruppen und innerhalb unserer persönlichen Beziehungen gibt, in unseren politischen Kämpfen bewusst sein und damit umgehen.

Auf der Besetzung war es uns wichtig, uns auf ein Safer Space Agreement zu einigen, das auf der Fläche gilt.
Durch einen DEFMA-Fall, der unsere Gruppe konkret berührt und uns in ihn involviert macht, setzen wir uns seit längerem in einem aktiven Prozess mit sexualisierter/sexueller Gewalt, dem DEFMA-Konzept, Schutzraum und der Möglichkeit von Täter-Rehabilitation auseinander. Schutz von Betroffenen Personen von sexualisierter/sexueller Gewalt ist uns genauso ein Anliegen wie eine weiterführende Auseinandersetzung mit dem Umgang von Tätern (in Gemeinschaften.)

Wir wünschen uns Kommunikation und wollen transparent machen, dass wir uns aktuell mit einem konkreten DEFMA-Fall auseinandersetzen, damit Kommunikation stattfinden kann. Wenn es Fragen zu unserem Umgang damit, unserer Gruppenkonstellation oder anderem gibt, möchten wir darüber sprechen und angesprochen werden. Direkte Kommunikation und Austausch können am ehesten zu einem guten Umgang führen.

Kontaktiere uns am besten über die schwarzerettich[ät]riseup.net.

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