SoliLa Aktions-Fest am 28.6.12

Einladung zum Solidarisch-Landwirtschaften im Prater

Die SoliLa (Solidarische Landwirtschaft Jedlersdorf) ist immer noch landlos und zieht nun durch Wien um ihre vielzähligen Pflanzen dezentral unterzubringen! Das Thema StadtLandWirtschaft findet in der scheinbaren Unmöglichkeit des emanzipatorischen Projekts SoliLa einen sichtbaren Ausdruck – Trotz allem Engagement und Symphatiebekundungen der Stadt ist die SoliLa immernoch landlos. Wir wollen dies in einem öffentlichen Raum thematisieren, weshalb am 28. Juni ein Aktionstag im Prater stattfindet, zu dem alle herzlich eingeladen sind!

Alle, die an einer bunten, lustvollen, gärtnerischen Zukunft interessiert sind, sind herzlich willkommen, mit uns gemeinsam zu essen, zu musizieren und zu arbeiten. Wir wollen gemeinsam kochen (VoKü), spielen und gärtnern!
Wir fordern gleichzeitig mit dieser Aktion genügend Landwirtschaftliche Flächen in Wien für alle Menschen, die ihre Lebensmittel gemeinschaftlich produzieren und konsumieren wollen, sowie eine Stadtpolitik die sich gegen den Verbau von landwirtschaftlichen Flächen wendet.

Was ist SoliLa?
Wir sind eine Gruppe von Menschen, die sich während der Besetzung des ehemaligen Boku-
Versuchsgartens in Jedlersdorf (21.Bezirk) zusammen gefunden hat.
Die SoliLa entstand am 17. April, dem internationalen Tag des kleinbäuerlichen Widerstands, an dem die brachliegende Fläche, die von Umwidmung und Verbauung bedroht ist, besetzt wurde. Gespräche und Verhandlungen mit den Verantwortlichen der Fläche – der Universität für Bodenkultur (Boku) und Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) – fanden vor und während der Besetzung statt, sowie auch nach der Räumung am 26. April. Die Stadt Wien, als auch die Grünen, auf Bezirks- sowie Stadtebene, bekundeten Sympathien für das Projekt. Doch alle Gespräche scheinen in leeren Versprechungen zu enden – denn trotz aller unverbindlichen Aussichten versuchen BIG und Boku eine Nutzung der Fläche für Landwirtschaft zu verhindern. Die SoliLa steht deshalb jetzt in einem schon weit vorangeschrittenen Gartenjahr mit hunderten von Pflanzen ohne Land da.

Unsere gemeinsame Anliegen sind
… eine andere Landwirtschaft in Wien konkret erfahrbar zu machen! Durch die Umsetzung unserer Idee einer tragfähigen kleinbäuerlichen Landwirtschaft in der Stadt, die Gründung einer CSA (Community Supported Agriculture) und dem Heraustragen unserer politischen Anliegen.
…die Repression, die von Seiten der Boku bei der gewaltvollen Räumung der Fläche in Jedlersdorf gegen uns angewendet wurde zu thematisieren und wir fordern, dass die Boku das ihrige gewaltsame Verhalten uns BesetzerInnen gegenüber anerkennt und dazusteht.
Die Lebensmittelproduktion hängt eng mit der politischen Situation auf der ganzen Welt, sowie in unserer Region zusammen. Wir wollen Lebensmittel aus einer Produktion, an der alle Menschen gleichberechtigten Anteil haben und für die niemensch ausgebeutet wird.

Die SoliLa tritt ein für eine Landwirtschaftspolitik, die Menschen, unabhängig von sozialen
Voraussetzungen und entgegen alt bekannter Diskriminierungsformen, lokale, saisonale,
erschwingliche, biologisch angebaute Lebensmittel ermöglicht.
Wir und die Pflanzen wollen Land und wachsen!
Wir kein einzelnes Projekt, sondern Teil einer größeren transnationalen Bewegung (siehe dazu auch www.reclaimthefields.org)

Eine andere Stadt ist pflanzbar!

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.