Presseaussendung Florian Walter/ÖBV/Via Campesina: GENTECHNIKVERSUCH Grund für Räumung der Landbesetzung in Jedlersdorf? Privatjustiz statt Polizeieinsatz! Räumung illegal!

Medieninformation:

Transgenes Steinobst – umstrittener Gentechnikversuch in Österreich !

Werte Medienvertreter und JournalistInnen!

Am 26.4.2012 wurde der bisher brachliegende und von der Gruppe SOLILA (SoLidarisch Landwirtschaften) wieder kultivierte Versuchsacker der UNI für „Bodenkultur“ durch ein privates Räumkommando unter Anwendung von Zwangsmaßnahmen und Körpergewalt geräumt und anschließend systematisch zerstört.

Illegal, wie sich jetzt herausstellt (private Sicherheitskräfte dürfen nicht Polizeiaufgaben wahrnehmen) und wie Vize Rektor Georg Haberhauer auch bereits teilweise eingestanden hat. (Haberhauer zur beteiligten und geschädigten Eva Vesovnik: „ Da sind Sie unschuldig zum Handkuss gekommen“)

Über die Hintergründe dieses Einsatzes wurde aber bislang wenig berichtet:

Der Versuch mit transgenen Steinobstsorten auf eben dieser Parzelle im angeblich gentechnikfeien Österreich dürfte der wahre Grund für die Räumung sein!

Die BOKU plant weiterhin die Freisetzung der transgenen Obstbäume!

Lesen Sie bitte weiter!

Hintergrundinfo:

Wer heute die geräumte Fläche gesehen hat, wundert sich.

Alles wurde niedergemacht: Folientunnel, Gewächshäuser, Bauwagen und sogar ein Auto der Besetzer wurde von einem Bagger zerquetscht und abtransportiert.

Was blieb, sind zwei gespenstisch anmutende Gewächshäuser aus einem weiß durchscheinenden Spezialgewebe. Wie Sarkophage stehen sie da.

In diesen sogenannten „Saranhäusern“ befindet sich Österreichs einziger legaler Marillen – Gentechnikversuch.

Er ist ein Relikt aus der Schwarz-Blauen Koalition, die diesen nicht nur bewilligt, sondern auch mit mind. 500 000 Euro Steuergeld subventioniert hat!

Niemand konnte sich den 180 Grad Schwenk der FPÖ in puncto Gentechnik erklären. Heute wissen wir wie kreativ damals mit Geld umgegangen wurde.

Die Forscher haben die Bäume mit „Virushüllen“ einer Steinobstkrankheit, der „Scharkakrankheit“ gentechnisch manipuliert und hoffen nun, dass diese Sorten gegen diese Krankheit immun sind. Es gibt aber bereits herkömmliche Steinobstsorten, die ohne Gentechnik scharkatolerant bzw. immun gemacht worden sind. (zB.: die Marillensorte KURESIA)

Freisetzung geplant !

Laut Homepage der BOKU endet der Versuch im Saranhaus im Nov. 2012. In allen Forschungsberichten wird ausdrücklich erwähnt, dass ohne einen Test unter natürlichen Bedingungen der gesamte Versuch wertlos wäre. (siehe Anhang)

Das Prozedere eines Freisetzungsantrages beschreibt Roland Achatz von der AGES (Agentur für Ernährungssicherheit) auf Anfrage, speziell auf dieses Projekt bezogen, wie folgt:

Das Forschungsprojekt unterliegt der Kontrolle des Gentechnikgesetzes (GTG), das großes Gewicht auf Sicherheitsaspekte legt und die Öffentlichkeit in den Genehmigungsprozess einbezieht: Für die Genehmigung zur Freisetzung transgener Pflanzen ist ein detaillierter Antrag an die Genehmigungsbehörde zu stellen, in dem das Projekt  dokumentiert und seine möglichen Auswirkungen, sofern sie nach dem internationalen Stand der Forschung bekannt sind, dargestellt werden. Das Umweltbundesamt nimmt zu dem Antrag Stellung, ein wissenschaftlicher Ausschuss der Gentechnikkommission, die im Bundesministerium für Soziale Sicherheit und Generationen angesiedelt ist, begutachtet den Antrag und berät die Genehmigungsbehörde bei ihrer Entscheidungsfindung. Das GTG schreibt darüber hinaus ein öffentliches Anhörungsverfahren vor, in dem jeder begründete Einwände gegen das Projekt erheben kann. Fällt die Entscheidung der Genehmigungsbehörde negativ aus, darf keine Auspflanzung der Pflanzen ins Freiland erfolgen.

Bei diesem Forschungsprojekt überwacht und evaluiert zusätzlich ein von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften nominiertes Expertengremium den Projektfortschritt in allen seinen Phasen. Es stellt den hohen wissenschaftlichen und sicherheitstechnischen Standard des Projektes sicher.“

Entscheidend scheint mir der vorletzte Satz: „evaluiert……in allen seine Phasen“. Laut Homepage der BOKU stellt die letzte Versuchsphase die Auspflanzung ins Freiland dar!

Es daher zu befürchten, dass bald ein Freisetzungsantrag erfolgen wird.

In Österreich oder anderswo, vielleicht im Osten, wo niemand so genau hinsieht.

Wo auch immer- die Österreiche Bundesregierung muss diesen Versuch stoppen anstatt immer nur von Gentechnikfreiheit zu reden!

Die Universität für Bodenkultur hat die Räumung damit begründet, dass sich vergangenen Freitag über 500 Menschen auf dem Gelände aufgehalten hätten und damit die Sicherheit auf dem Gelände nicht mehr gewährleistet gewesen wäre. Wer zwischen den Zeilen lesen kann versteht:

Die Sicherheit des Gentechnikversuchs war da gemeint!

Deshalb eine Räumung in Eile, ohne einen Räumungsbescheid abzuwarten, ohne Polizei, sondern durch private Einsatzkräfte und eine Räumung trotz der Zusage, dass keine Räumung geplant sei.

Sollten Sie an Details des illegalen „Security“ Einsatzes interessiert sein, wenden Sie sich bitte an mich.

Mit freundlichen Grüßen

Florian WALTER ÖBV-Via Campesina Austria – Fachbereich Saatgut

Kontakt: 03579 / 8037 Offenburg 20 8761 PÖLS


http://www.boku.ac.at/sicherheitsforschung/ siehe Projektphasen

http://derstandard.at/1989431 „Gentechmarillen müssen v o r e r s t im Glashaus bleiben“

http://sciencev1.orf.at/news/136567.html

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