Gewaltsames Vorgehen privater Sicherheitskräfte gegen BesetzerInnen

Ein Video welches das gewaltsame vorgehen der Securities dokumentiert.

Private Sicherheitskräfte der Firma „Hel – Wacht“ gehen im Auftrag der „Universität des Lebens“ (BOKU) gewaltsam gegen friedliche BesetzerInnen vor!! Damit hat die BOKU vorläufig den BesetzerInnen (darunter auch BOKU Studierende, ehemalige und derzeitige Lehrende!) den Boden für eine nachhaltige und solidarische Landwirtschaft entzogen.

Aus gegebenem Anlass findet morgen Freitag den 27.04.2012 um 10:00 Uhr an der Gerasdorferstraße 105 eine Pressekonferenz statt. Dazu sind alle Medien, Interessierten und AktivistInnen eingeladen.

Mehr Infos dazu im Ticker.

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8 Kommentare zu Gewaltsames Vorgehen privater Sicherheitskräfte gegen BesetzerInnen

  1. Gerald sagt:

    Das gibt es nicht. Ungläubig betrachte ich den Ticker- was für eine Farce, was für ein unwürdiges Vorgehen! Mein tiefstes und ehrlichstes Beileid allen, die sich engagiert haben!

  2. Beikrauthaufen sagt:

    Liebe aktiv gewordene Mitmenschen!

    ich möchte euch meinen herzlichsten Dank aussprechen für euer Engagemant!

    Ich bin mir dessen durchaus im Klaren, dass es zu der von euch gewälten Form des
    aktiven Einsatzes für eine Sache eine ganze Bandbreite von unterschiedlichen Meinungen gibt die auch kontrovers diskutiert werden können. Allerdings ist eines gewiss, die Führungsriege der Universität, sofern sie für die Anordnung der Räumung verantwortlich ist, hat sich mit der Tatsache, dass sie es in Kauf nimmt, Menschen die sich für eine gute Sache einsetzen, im Grunde für dass, was wir in einer gewissen Art und Weise Tag für Tag gelehrt bekommen, von „Sicherheitsbeamten“ für die „Verteidigung“ von Eigentum verletzen zu lassen, ist ein absoluter Skandal und zugleich ein gigantischer Erfolg für eure Bewegung, es entlarvt den wahren Charakter derer die so mit den Menschen umgehen.

    Nutzt dies nun zu eurem Vorteil klar zu definieren warum von eurer Seite so gehandelt wurde wie ihr es getan habt. Ich bin mir sicher, dass sich mit der richtigen
    Auslegung des geschehenen die Studierenden der Universität sowohl aber auch die Mitarbeiter_innen davon überzeugen lassen, dass hier absolut überreagiert wurde.

    Sehr geehrtes Rektorat, auch ihnen möchte ich gratulieren! Sich selbst von hinten in den Rücken zu schießen ist bekanntlich sehr schwer, aber scheinbar haben sie es mit grenzenlosem Idiotismus doch geschafft!! Selbst für einen rational denkenden Menschen schwer nachzuvollziehen. Eine Empfehlung meinerseits, die Investitions in einen Konfliktmanagmentlehrgang für Anfänger am Wifi oder Bfi-Wien für die Entscheidungsträger dieser Aktion! Ehrlich das ist wesentlich ökonomischer als jenes „Affentheater“ welches von ihnen hier inszeniert wurde, ohne der Ordnung der Anthropoidea hier zu nahe treten zu wollen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Beikrauthaufen

  3. * sagt:

    Der Empfehlung zum Konfliktmanagementlehrgang kann ich mich nur anschließen!

    Abgesehen davon das es ungeschickt ist, ist das rechtlich überhaupt gedeckt? Nicht alles was eine Uniform hat, besitzt ein Gewaltmonopol! Private Sicherheitsbedienstete dürfen an sich nicht mehr, als „normale“ Bürger_innen: sprich bitten dass die Leute heimgehen und sonst die Polizei rufen, oder hab ich da was falsch verstanden?
    Kennt sich da wer besser aus?

  4. Pingback: Gewaltsames Vorgehen privater Sicherheitskräfte gegen BesetzerInnen | Ein Blog zu den Aktionen rund um den 17 April « SunnyRomy

  5. Alex Illic sagt:

    + + + KriSU verurteilt BOKU-Vorgehen gegen Solidarisches Landwirtschaftsprojekt “SoliLa” in Wien + + +

    Die Initiative “Kritische und Solidarische Universität” (KriSU) (http://krisu.noblogs.org/post/2012/04/27/krisu-verurteilt-boku-vorgehen-gegen-solidarisches-landwirtschaftsprojekt-solila-in-wien/) verurteilt das Vorgehen der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien und ihres privaten Sicherheitsdienstes “Hel-Wacht”. Die BOKU hat das kritische Landwirtschafts- und Solidarökonomieprojekt “SoliLa” in Jedlersdorf (Wien) gestern, 26.4.2012, trotz eines Verhandlungsangebots gestoppt.

    “SoliLa” (http://17april.blogsport.eu/) führte auf den von der BOKU noch bis zum Sommer gepachteten, brach liegenden Flächen die landwirtschaftliche Nutzung fort. Mit dem produzierten Gemüse sollten FoodCoops mittels Fahraddienst versorgt werden. Der Raum diente der Schaffung einer Solidarischen Ökonomie, die eine höchst notwendige Alternative zu den Krisen des Kapitalismus darstellt.

    Die BOKU wird das Grundstück der Bundesimmobiliengesellschaft übergeben, die das fruchtbare Ackerland für den Bau von Immobilien verwerten will. Damit ist die BOKU mit verantwortlich für die von ihren eigenen Wissenschafter_innen aufgezeigten Problematik der Flächenversiegelung in Österreich, die sich auf etwa 24 Hektar pro Tag beläuft, und für den Verlust von dringend benötigten Grünflächen im Stadtgebiet.

    Zusätzlich trägt die BOKU damit zur Verschärfung der Überkapazitäten im Immobilienbereich bei. Rund 30% allen Büroraums in Wien steht leer. Mehr als 500.000 Wohnungen in Österreich sind laut Daten der Statistik Austria Zweitwohnsitze.

    Die BOKU versteht sich laut eigenen Angaben “als Lehr- und Forschungsstätte für erneuerbare Ressourcen, die eine Voraussetzung für das menschliche Leben sind. Aufgabe der BOKU ist es“, so die Website, “durch die Vielfalt ihrer Fachgebiete zur Sicherung dieser Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen entscheidend beizutragen. Durch die Verbindung von Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaftswissenschaften versucht sie, das Wissen um die ökologisch und ökonomisch nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen in einer harmonischen Kulturlandschaft zu mehren.” (http://www.boku.ac.at/2852.html)

    Weder das gewaltsame Vorgehen der BOKU noch der Stopp eines so wichtigen Projekts auf ihren eigenen, von der BOKU nicht mehr genutzten Flächen passen zu diesem Selbstverständnis.

    Die BOKU will in ihrer Praxis ganz im Gegenteil erneuerbare Ressourcen durch nicht-erneuerbare ersetzen. Sie trägt damit zur Zerstörung unserer und künftiger Generationen Lebensgrundlagen bei. Sie verhindert die Mehrung von Wissen um die ökologisch und ökonomisch nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen in einer harmonischen Kulturlandschaft.

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